Franks Krebserkrankung (3) Die Vorgeschichte: Endlich fachgerechte Betreuung Franks Krebs Der fällige Termin bei der Hämatologin dauerte wieder eine Woche, diese Frau Dr. Enser-Weiss aber war dann Klasse: Sie verordnete endlich das passende Blutbild, das nach einer weiteren Woche dann den Verdacht auf CLL oder MCL ergab. Dann fiel dieser Satz: “Eine MCL wünsche ich Ihnen nicht, die ist unheilbar und nur schwer aufzuhalten”. Nun ging es endlich mal schnell: Sie fertigte sofort eine Knochenmarkstanze an. Dabei sticht man im Rücken in den Kamm des Beckens und bohrt dort einen Kern heraus, der recht tief in das Knochenmark eindringt. Das tat etwas weh. Außerdem wurde viel Blut abgenommen und zum besten Labor in Dortmund und Lübeck geschickt und ich erhielt einen Termin im Krankenhaus zur Entnahme eines der geschwollenen Lymphknotens. Am 8.5. dann erste Ergebnisse: Es war eine MCL im fortgeschrittenen Stadium 4, die bereits 40% des Knochenmarks befallen hat. Dann die Entnahme des Lymphknotens im Elisabeth - Krankenhaus Bochum. Nette Station, nette Ärzte, Einzelzimmer, sehr gutes Essen. Angenehm und freundlich. "So sind Krankenhäuser heute", dachte ich und wusste noch nichts von der Uniklinik in Essen. Die Analyse des Lymphknotens bestätigte den Befund der Knochenmarkstanze. Dort wurde auch ein CT gemacht, das zweite nun schon, bis heute gab es bereits elf weitere und viele werden noch folgen."Jetzt fragt keiner mehr nach Nebenwirkungen, jetzt wird geröntgt und bestrahlt, wie es nötig ist", warnte mich mein Naturheiler. Leider könne ich nicht von ihr weiter behandelt werden, sie würde mir empfehlen in das Kompetenzzentrum für den sehr seltenen Mantelzellkrebs zu gehen, in das Uniklinikum Essen, beriet mich Frau Dr. Enser-Weiss und machte dort auch schon für den 28.5. einen Termin mit dem leitenden Oberarzt Dr. Dürig... Die Kurpfuscher Am Tag der Entlassung meinte die Ärztin, ich solle nach der Kur sofort einen Hämatologen oder Onkologen auf- suchen, um abzuklären, warum die Lymphknoten nicht von alleine zurückgegangen sein. Sie hätten das in der Klinik nicht untersuchen können, weil der Facharzt zurzeit nicht am Ort sei. Drei Wochen lang? Warum hat man mich nicht zu einem Facharzt im Ort geschickt? Hatte man Angst, ich könnte die Kur bei positivem Befund abbrechen und der Klinik entginge Geld? Es hat für mich durchaus so den Anschein! Auf alle Fälle wäre die aggressive Phase des laut- und schmerzlosen Krebswachstums bei mir früher gestoppt worden. Kaum zu Hause, mußte in der VHS das neue Programm vorbereitet werden, am 13.4. fand das Osterfeuer statt, dann bekam ich die nächste Erkältung: Ein Husten. Als der besser wurde, musste ich auf eine Dienstreise nach Linz, dort war es wunderschön, aber ich war wieder arg schlaff. Zwischendurch entdeckte Anna, dass ich nach schon leichten Stößen blaue Flecken bekam. Sie googelte und fand heraus: Leukämie. Aber das konnte ja nicht sein, so oft, wie ich untersucht wurde!... Der Arzt hatte eine Woche Urlaub, dann konnte ich ihn sprechen. Nun war er wegen des anhaltenden Hustens alarmiert und schickte mich zum CT. Wieder dauerte es eine Woche, dann endlich der Termin und gleich darauf der Schrecken: Der Radiologe erkannte einen Krebs der Lymphkoten und vermutete eine Chronische Lymphatische Leukämie (CLL). Immerhin! Er setzte mich endlich in Bewegung. Noch ist die Kraft da, Aufbau eines Spielturms Beim Duschen sieht man deutlich den sehr dicken Bauch