Franks Krebserkrankung (5) Voruntersuchungen im Krankenhaus Franks Krebs Zwischendurch wird Blut abgenommen, wir sind dann doch schon um 11 Uhr auf dem Zimmer. Anna fährt wieder nach Bochum, ihre Schützlinge haben heute Matheprüfung, hat gut geklappt, auch ohne sie. Abends kommt sie noch einmal und bringt die Sachen, die noch fehlen. Die Fahrten zwischen Bochum und Essen sind eine Zumutung: Die A40 wird umgebaut, es staut ständig. Mein Zimmer liegt an einer riesigen Baustelle. Die ganze Nacht wird die Grundplatte gegossen. Ein Höllenlärm, an Schlaf ist nicht zu denken. Ich lerne: Im Krankenhaus wird man vielleicht medizinisch gut behandelt, aber eine Erholung ist es nicht und manchmal macht es auch erst an anderer Stelle so richtig krank. Es wird Zeit mit der Chemo: Am 8.6. konnte ich noch relativ gut die langen Treppen hinauf ins Klinikum laufen, am 9.6. war dies nicht mehr möglich! Im Bauch wurde es sehr klar sehr eng. Obwohl ich noch viel ging und mich nicht, wie andere Patienten sofort nach Ankunft ins schlapp machende Bett legte, wurde die Luft knapp. Sozusagen in letzter Sekunde begann also die Abwehr gegen den nun schneller ausufernden Krebs, der jetzt vor allem auf die Bronchien drückte. Im Krankenhaus Am 8.6.2000 auf Station M6/M7, der Privatstation dreier Internisten im halb verrotteten Gebäude der "Medizinischen Klinik". Ich lerne bald, dass “privat” auch schwere Nachteile hat. Das Pflegepersonal und der Stationsarzt müssen drei Herren folgen, so recht gelingt die Konzentration auf das Spezielle nicht. Schnell versickert da der Vorteil der Spezialisierung in Kompetenzzentren. Um 9.00 melden wir uns wie bestellt im Anmeldezimmer. "Wie heißen Sie?" Ich sage es ihnen. Alle drei Köpfe sausen herum "Waren Sie denn bereits in der Patientenanmeldung"? Nee, waren wir nicht, hatte uns auch keiner gesagt. War auch eigentlich nicht nötig, sie hätten das auch selbst erledigen können, lerne ich später, aber was soll´s? Man ist uns erst mal wieder los. Wir verlaufen uns auf dem unübersichtlichen Gelände,  aber nach 40 Minuten sind wir gehetzt, aber angemeldet. Zurück auf Station, ab ins Wartezimmer. Zusammen mit einer riesigen Sauerländerin, die schon zum x-ten Mal da ist und alle voll labert. Einen mit wiedergekommenen Plasmazytom nach Stammzellentransplantation. Der Dritte erzählt, dass er beim letzten Mal erst um 17 Uhr auf sein Zimmer kam. Und warum haben wir dann uns so abgehetzt? Wenigstens habe ich ein Einzelzimmer, die sind Mangelware auf M6/M7. Sarah nach bestandener Prüfung ist nun Ärztin Beim Abendessen