Die Frigebs Franks Krebs Rituximab ist teuer. So teuer, dass es möglichst nur ambulant gegeben wird. Aber es ist sehr wirksam und hoch modern, deshalb eine kurze Erklärung nicht nur zum Rituximab, sondern zum gesamten Protokoll “R-CHOP”, was für R = Rituximab (CD-20-Antikörper), Vorreiter der modernen Krebsimmuntherapie bei vielen Lymphomen. Wird das Zelloberflächenmolekül        CD-20 erkannt, wird ein monoklonaler Antikörper in die Zelle geschleust; die Zelle stirbt. C = Cyclophpsphamid (Alkylanzien, Stickstoff=Zellgift), führt zu Einzel- und Doppelstrangbrüchen in sich schnell teilenden Zellen. H = Hydroxy-Doxorubicin (Topoisomerase-II-Hemmer), das Enzym für die Zellteilung wird gehemmt. O = Vincristin (Mitosespindelgift, wirkt auch auf Nerven), Typisches Zytostatikum, bindet das Protein Tubulin und hemmt die Teilung der        Chromosomenstränge bei der Zellteilung , sehr wirksam, leider auch auf Haare und feine Nerven in den Fingerkuppen und im Fuß. P = Prednison (Glukortikoid) , wird häufig zur Immunsupprimierung nach Transplantationen eingesetzt, hier soll Übelkeit und Entzündungen       gehemmt werden. (s.a. NHL-Inf http://www.nhl-info.de/exec/start?site=/infopool/324.htm&check=0)  Rituximab, das teure Wundermittel Am 12.6. sind wir um 8 Uhr in der schicken, aber übervollen Ambulanz, aber das Rituzimab war natürlich noch lange nicht da. Es ist sehr teuer, man wartet erst mal ab, ob der Patient überhaupt kommt, dann wird ihm Blut abgenommen und das Ergebnis abgewartet, dann, wenn der Arzt es freigibt, wird bestellt. Das Ganze abenteuerlich aufgeteilt: Jede/r macht nur das, wofür sie/er zuständig ist. Das kostet Zeit! Beim ersten Mal liege ich im Bett und bekomme über etwa fünf Stunden die Infusion. Später wird aufgrund der Erfahrung, dass es bei mir so klappt, das Ganze auf 2-3 Stunden reduziert. Es klappt. Neben dem Teufelszeug Rituzimab, dass Krebszellen erkennt, sich an sie andockt und dann zerstört, bekommt man zur Verflüssigung Kochsalzlösungen, Schmerzmittel und Mittel gegen Übelkeit intravenös. Das schlaucht ganz schön. Mir geht´s gut, aber anderen eben oft sehr viel schlechter, neben mir liegt eine junge Frau, die schon die 3. Infusion bekommt und die auch auf Rituzimab warten muss. Sie sieht sehr schlecht aus, ohne Haare und die Hautfarbe nirgendwo zwischen grün und braun. Die sagt nichts und kuschelt sich angeekelt in ihre Decken. Sarah nach bestandener Prüfung ist nun Ärztin Beim Abendessen