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Streit um toten Hahn am Baum: Strafanzeige
gegen Narren
Der Karneval hat ein Nachspiel: Tierschützer haben bei
der Staatsanwaltschaft die Fischlaker Narren angezeigt. Deren
Spiel "Hahneköppen" verletze
gleich mehrfach das Tierschutzgesetz, so der Anwalt. Die Narren
lenken ein.
War der Hahn, der im Hof der Gaststätte "Lürsblick"
mit den Beinen nach oben am Baum hing, nun tot oder lebte er
noch? In der Strafanzeige heißt es, dass er lebend gefesselt
und aufgehängt worden sei. Dann hätten zwei Männer
mit Messern nach dem wehrlosen Tier gehackt und versucht, ihm
den Kopf abzuschlagen. Eine Stunde soll es gedauert haben, bis
das Blut überströmte Tier enthauptet war. "Es
war nur noch ekelhaft und bestialisch", empört sich
Monika Siebert, eine der Zeuginnen.
Aber auch die Fischlaker Narren, einer der drei "Hahneköpp-Vereine",
sind empört: "Niemals haben wir einen lebenden Hahn
aufgehängt", sagt der Vorsitzende Reiner Bellenberg.
Der sei tot gewesen. Der Verein werde jeden anzeigen, der das
Gegenteil behaupte.
An der Tradition will man weiterhin festhalten, weil es halt
auch Spaß mache, wie die Fischlaker sagen. Nicht jede
Tradition sollte man aufgeben, nur weil manche sich daran störten.
Seit 1826 gebe es Hahneköppen in Fischlaken
- und noch nie gab´s Ärger. Doch so ganz unumstritten
ist dieses Ritual, wie das Gänsereiten,
auch in den Vereinen nicht mehr. Bedenkenträger habe es
zuletzt gegeben, doch die seien überstimmt worden.
Mit der Anzeige im Nacken kam die Wende:
Beim Ordnungsamt der Stadt verpflichteten sich jetzt alle Hahnköpp-Vereine
und Gänsereiter, die Würde des Tieres zu achten und
ihre Tradition künftig nur noch mit Attrappen zu pflegen.
ah
19.05.2003 Bericht der Westdeutschen Allgemeinen
Zeitung in Essen; WAZ
Toller Erfolg
- Ganz große Klasse !!!!
Das Ordnungsamt
in Essen hat das
perverse Treiben verboten - nun gilt:
Stoppt das Gänsereiten und das Hahneköppen -
überall |
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