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Gänsereiten- Tiermord
für ein Kriegsspiel In Bochum und Essen kann von friedfertigen Karnevals- Feiern keine Rede sein. Ganz im Gegenteil, sog. Gänsereiter Vereine führen in der fünften Jahreszeit ein ziemlich absonderliches und abstoßendes Kriegsspiel vor. ----- Gänsereiten ------ Den an einem Seil aufgehängten toten Gänsen wird hierbei der Kopf durch grölende Reitersleute abgerissen. All dies wird Erwachsenen, aber auch Kindern als schön und amüsant vorgegaukelt. Gewalt wird akzeptiert und verherrlicht. Tiere werden zur Gaudi getötet. Vor allem bei den Kindern wird dies als wesentlicher Eindruck haften bleiben. Gewalt, und hier sogar Gewalt gegen Wehrlose, setzt sich anhand des vorgelebten Beispieles im Verhaltensspektrum der Kinder fest. Ja sogar Heiterkeit und Begeisterung kommt bei der Leichenfledderei auf, wenn den toten Gänsen die Köpfe abgerissen werden. Kinder werden hierduch animiert, ebenso zu handeln, wie ihre erwachsenen Vorreiter: - Der Stärkere setzt sich durch - Der Respekt vor dem Leben anderer hat keinen Wert Auch den Gänsereitern ist bewußt, daß der spanische Kriegsherr, der vor 400 Jahren das Gänsereiten mit lebenden Gänsen am Hellweg eingeführt hat, nicht die Erziehung seiner Söldner zur Barmherzigkeit im Sinn hatte. Der General wußte, daß das ständige Trainieren von Skrupellosigkeit und barbarischem Verhalten gegenüber den qualvoll sterbenden Gänsen seine Soldaten für das gleiche Verhalten gegenüber Menschen vorbereitet. Dies war damals das Ziel des Gänsereitens, und wir müssen uns fragen, ob wir dieses Lernziel auch für unsere Kinder gut heissen. Selbst wenn die Tiere vorher getötet werden, so ist doch auch den Kindern bewußt, daß dies in diesem Zusammenhang zum Zwecke des Gänsereitens geschieht. Gänsereiten ist als Kriegsspiel von mordenden Söldnern eingeführt worden. Diesen Charakter wird es auch nicht verlieren. In der vergangenen Zeit haben wir viele Kriegsberichte gerade aus Afghanistan gehört. So wurde bekannt, daß gefangen genommene Kriegsgegner oft brutal massakriert und enthauptet worden sind. Mit den Köpfen spielen die Soldaten - aber auch Kinder - anschließend Fußball. Für uns ist eine solche Handlung unvorstellbar. --- Hass fällt uns als einzige Erklärung ein.
Aber wie können wir, die wir hier in ansehnlichem Wohlstand ohne existenzielle Nöte leben, unsere Duldung des Gänsereiten erklären? Aus den USA, die von Gewaltfragen und deren Ursachen sehr viel verstehen, sind Untersuchungen bekannt geworden, die den Zusammenhang zwischen dem Quälen von Tieren und Gewalttaten gegenüber Menschen belegen. Gewalttäter sind nach diesen Untersuchungen bereits vorher oft durch ein grausames und gedankenloses Verhalten gegenüber Tieren aufgefallen. Wir sollten uns davor hüten, das Gänsereiten als harmlose Gaudi abzutun. Es
ist und bleibt ein Kriegsspiel und für die Tiere geht es um Kopf und Kragen.
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