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Affenversuche an der Ruhr-Uni Bochum laufen weiter
Es war Ende 2008 als in einer großen Bochumer Zeitung angekündigt wurde, daß ab dem Sommer 2009 an der Ruhr-Universität Bochum keine Tierversuche mehr an Affen durchgeführt werden sollen. Damals konnte ich meinen Augen kaum trauen, als ich den Zeitungsbericht mit der Bekanntmachung der Uni selber las. Im Sommer 2009 würde der Tierexperimentator Professor Hoffmann in den Ruhestand gehen und damit würden auch die Affenversuche eingestellt.
Doch wie so oft werden wir Bürger von den Verantwortlichen hinters Licht geführt. Zwar ist der Affenschinder Hoffmann nicht mehr an der Ruhr- Uni tätig, doch die qualvollen Versuche an den Affen gehen entgegen der damaligen Ankündigung der Uni trotzdem weiter.
Seit 1987 experimentierte Professor Hoffmann in Bochum an Tieren. Ins Rampenlicht kam er 1991 durch einen Fernsehbeitrag des ZDF mit dem Titel „Experiment Tierversuch“. In der Dokumentation hieß es damals zu den Bildern eines Versuchstieres:
„Diesem Affen steht der Eingriff noch bevor. Danach dürfen wir das Tier mit seinem makaberen Zylinder auf dem Kopf nicht mehr zeigen, denn das weckt Emotionen, befürchtet der Versuchsleiter, ein Zoologieprofessor. Auch er selbst will keinesfalls im Bild erscheinen, verlangt strikte Anonymität. Obwohl wir alle sein Gehalt und seine Arbeit mit unseren Steuern finanzieren.“
Ja - und dieser anonym bleiben wollende Experimentator war, wie sich später herausstellte, Professor Hoffmann vom Bochumer Lehrstuhl für Allgemeine Zoologie und Neurobiologie.
Sozusagen direkt vor unserer Haustür werden Tiere in unbarmherzigen Versuchen verbraucht, wie es im Jargon der Experimentatoren heißt.
Die Tierrechtsinitiative der Bochumer Uni beschrieb die Versuche des Professor Hoffmann so:
Im Sonderforschungsbereich „Neuronale Mechanismen des Sehens“ bohrt er Ratten die Schädel auf, um Hirnbereiche elektrisch zu reizen. Katzen und Affen näht Herr Hoffmann einseitig die Augen zu, Meßspulen werden in die Augen implantiert. Während mancher Versuche werden den Tieren verschiedene Gehirnstrukturen pharmakologisch, also mit Medikamenten, ausgeschaltet. Herr Hoffmann schnallt Primaten in speziell angefertigten Stühlen fest, bohrt Halterungen in ihre Köpfe, Schädel werden aufgefräst und Metall-Elektroden ins Gehirn gepflanzt. Gegen Ende der Versuche werden zum Teil Mikroverletzungen im Gehirn verursacht. Die Tiere werden in der Regel nach den Versuchen, die teilweise länger als ein Jahr dauern, getötet und ihre Gehirne untersucht. Auch an Frettchen und anderen Tieren hat Herr Hoffmann in der Vergangenheit herumexperimentiert.
Ende des Jahres 2008 hieß es von Seiten der Ruhr-Uni Bochum, man werde die dortigen Experimente an Affen ab Mitte 2009 einstellen, da der verantwortliche Professor Hoffmann dann ausscheiden würde. Hierzu meinte Professor Naberhaus, der Dekan der Biologen: „Es lohnt sich nicht, in Bochum für eine kleine Gruppe von Wissenschaftlern eine ganze Infrastruktur für Affenversuche aufrecht zu erhalten. An der Ruhr-Uni hätten die Affenversuche nur eine untergeordnete Rolle gespielt.“
Doch wie so oft wurden die Herren Experimentatoren wortbrüchig und ließen die Affenversuche weiterlaufen.
Und was heißt überhaupt, die Affenversuche hätten nur eine untergeordnete Rolle gespielt????
Ja, so lapidar kann man nur als ent-rückter oder vielleicht auch ver-rückter Wissenschaftler über solche Tierversuche hinweggehen. Eine untergeordnete Rolle haben diese Versuche in den Augen der Halbgötter in weiß also gespielt, sozusagen ein Hobbythema.
Mal eben zwischen Tür und Angel ein paar Affenversuche, um auf dem nächsten Experimentatoren- Kongreß eine Reihe weiter vorne sitzen zu dürfen oder evtl auch einen geschliffenen Vortrag halten zu dürfen.
„An der Ruhr-Uni hätten die Affenversuche nur eine untergeordnete Rolle gespielt“. Wenn man das hört, schwillt einem doch der Kamm.
Wie werden es wohl die derzeit zehn an der Ruhr- Uni Bochum gehaltenen Affen empfinden?
Hat sie mal jemand gefragt, warum sie für eine untergeordnete Rolle ihr Leben lang leiden müssen? Sie müssen Tag ein, Tag aus die gleiche stumpfsinnige Umgebung und die von so genannten Wissenschaftlern erdachten Experimente über sich ergehen lassen.
Auch wenn die zuständigen Experimentatoren nach ihrer ach so anstrengenden Arbeit nachmittags nach Hause fahren, bleiben die Affen in ihren Gefängnissen zurück. Für die Tiere spielen diese Versuche ganz sicher keine untergeordnete Rolle.
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Vereinigung " Ärzte gegen Tierversuche e.V."
Diese unabhängigen Wissenschaftler und Ärzte haben sich zusammengeschlossen, um mit den vielen Irrtümern der Tierexperimente aufzuräumen.
Für weitere Informationen steht natürlich das Internet hilfreich zur Seite.
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